1. Fallstudie: Schwieriges Team – unsichere Führung
Ein Team, das "zu laut" wird, hat womöglich eine Führung, die zu leise geworden ist.
Problem
Eine Abteilungsleiterin in einem mittelständischen Unternehmen erlebt seit Monaten zunehmende Spannungen: Absprachen verpuffen, Aufgaben bleiben liegen, zwei Mitarbeitende blockieren sich gegenseitig im Ringen um Einfluss.
Sie selbst fühlt sich zerrieben: Mal zieht sie sich zurück, um nicht zu eskalieren, dann greift sie hart durch, um wieder Kontrolle zu gewinnen. Doch beides verstärkt die Unruhe. Sie spürt, dass ihr Rollenverständnis und ihre Durchsetzungskraft im Team zunehmend in Frage gestellt wird.
Ansatz im Coaching
Wir analysieren die Dynamik als System und entflechten Rollen, Erwartungen und verdeckte Loyalitäten.
Die Klientin erkennt, dass ihr Versuch, „auszugleichen“, das Machtvakuum im Team verschärft. Statt Harmonie zu sichern, entwickelt sie eine klare Führungslogik, mit klaren Zuständigkeiten, sichtbarer Präsenz und einem verbindlichen Rahmen für Konfliktklärung.
Entscheidende Hebel: gezielte 1:1-Gespräche, Wiedereinführung strukturierter Meetings und eine bewusste Neuverteilung von Verantwortung.
Ergebnis
Nach wenigen Wochen: weniger Nebenkriegsschauplätze, mehr Verbindlichkeit. Die Klientin wird im Team wieder als Führung erlebt. Nicht durch Härte, sondern durch Klarheit.
Sie beschreibt, dass sie morgens nicht mehr mit Widerwillen ins Büro geht, sondern mit einem klaren Plan. Die Konflikte sind nicht verschwunden – aber sie hat Werkzeuge, um sie zu steuern.