10 klärende Fragen für alle, die ein Business Coaching in Erwägung ziehen.

Die Entscheidung, ein Business Coaching in Anspruch zu nehmen, ist selten spontan. Sie reift und zwar oft im Spannungsfeld zwischen diffusem Unbehagen und konkretem Anlass.

Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen Ihnen einen ersten Einblick bieten in das, was systemisch-kybernetisches Coaching leisten kann. Und sie helfen hoffentlich dabei, für sich selbst zu klären: „Will ich das wirklich? Und wenn ja: Mit wem?“

Wenn Sie beim Lesen an eigene Situationen denken müssen, sprechen Sie mich einfach an. Ein erstes Gespräch verpflichtet Sie zu nichts. Sie können sich jederzeit gegen ein Coaching mit mir entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie den ersten Schritt machen, statt die Frage nach Unterstützung immer weiter aufzuschieben. Klären Sie zunächst, ob Coaching überhaupt das Richtige für Sie ist – und dann, ob ich die Richtige dafür bin.

Was genau passiert im systemischen Business Coaching?

Im Zentrum steht die Reflexion von Führung in komplexen Systemen. Das bedeutet: Es geht nicht darum, Ratschläge zu geben oder Methoden zu vermitteln, sondern Denk- und Handlungsspielräume neu zu erschließen.

Wer mit mir arbeitet, bringt konkrete Situationen aus dem Führungsalltag mit. Oft sind es Konflikte, Entscheidungsschwierigkeiten oder ein diffuses Gefühl von Überlastung. Im Coaching schauen wir gemeinsam genauer hin: Was zeigt sich in dieser Situation wirklich? Welche Rollen, Erwartungen oder Muster wirken im Hintergrund?

Die entscheidende Bewegung besteht darin, das bislang Unausgesprochene sichtbar zu machen. So entsteht nicht nur ein differenzierteres Bild, sondern auch neue Handlungsoptionen.

Warum ist systemisches Coaching besonders wirksam für Führungskräfte?

Führung bewegt sich in Spannungsfeldern, die sich nicht auflösen lassen. Es geht darum, tragfähig mit Unsicherheiten umzugehen. Systemisches Business Coaching ermöglicht, sich diesen Spannungen nicht zu entziehen, sondern sie als Gestaltungsmöglichkeit zu begreifen.

Wer Menschen führt, steht häufig im Widerspruch zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Vertrauen, Geschwindigkeit und Sorgfalt. Nicht der Widerspruch ist das Problem, sondern der Versuch, ihn wegzubekommen. Coaching schafft Klarheit, indem es mit diesem arbeitet, nicht gegen ihn.

Warum ist systemisches Denken eine wichtige Kompetenz für Führungskräfte?

Weil Führung in Organisationen heute fast nie an einfachen Entscheidungen scheitert, sondern an den Nebenwirkungen gut gemeinter Maßnahmen. Eine Führungskraft zieht sich zurück, um mehr Eigenverantwortung zu ermöglichen und erlebt, dass ihr Team in Orientierungslosigkeit rutscht. Oder sie kommuniziert ihre Erwartungen scheinbar offen und eindeutig und trotzdem kommt es im Team andauernd zu Missverständnissen.

Solche Situationen sind kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck von Systemdynamiken. Systemisches Denken hilft, solche Zusammenhänge zu erkennen. Es ermöglicht, nicht nur auf das zu schauen, was man tut, sondern auch darauf, was dadurch ausgelöst wird. Genau das ist entscheidend: nicht mehr Kontrolle zu gewinnen, sondern besser zu verstehen, wie Einfluss entsteht und wo er an seine Grenzen stößt.

Wer systemisch denkt, führt anders: wacher für Wechselwirkungen, klarer in der eigenen Rolle und realistischer im Umgang mit Widersprüchen.

Was geschieht in einer Business Coaching-Sitzung?

Eine Coaching-Sitzung ist ein strukturiertes, aber offenes Gespräch. Sie bringen eine konkrete Situation mit, etwas, das Ihnen im Führungsalltag wiederholt begegnet, Sie verunsichert oder innerlich beschäftigt.

Meine Aufgabe ist es, mit Ihnen gemeinsam die Struktur hinter dieser Situation sichtbar zu machen: Welche Erwartungen wirken hier? Welche Dynamiken sind im Spiel? Und inwiefern prägen Ihre Annahmen  und Bewertungen den Blick auf das Geschehen?

Ich arbeite mit Fragen, die nicht auf schnelle Lösungen zielen, sondern auf ein tieferes Verständnis des Kontextes. Ich bin im Coaching Ihre zweite Denkeinheit. Ich stelle die Fragen, die Ihnen allein nicht einfallen würden, halte das Durcheinander aus und strukturiere es mit Ihnen. Wir sortieren Gedanken, klären Rollen, und erkennen Muster. Und wir leiten daraus ab, was Sie konkret anders tun, lassen oder entscheiden können.

Mein Ansatz folgt dem kybernetischen Denken. Was heißt das eigentlich, und wie unterstützt es wirksame Führung im Alltag? 

Kybernetik beschäftigt sich mit der Frage, wie Systeme sich erhalten, anpassen und gezielt beeinflussen lassen – durch Rückmeldungen, Regelkreise und das bewusste Gestalten von Rahmenbedingungen.

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Regelungstechnik, wurde aber schnell auf lebendige, soziale und organisationale Systeme übertragen. Der zentrale Gedanke lautet: In komplexen Umgebungen funktioniert Steuerung nicht über Anweisungen, sondern über Rückmeldungen, über Beobachtung, Anpassung und das bewusste Einwirken auf Rahmenbedingungen.

Für Führung heißt das: Sie können Menschen nicht direkt „steuern“. Aber Sie können Bedingungen schaffen, unter denen gutes Arbeiten möglich wird. Zum Beispiel durch Klarheit in der Rollenverteilung, durch gezielte Kommunikation oder durch das bewusste Weglassen von Kontrolle. Kybernetisches Denken hilft Ihnen dabei, Wechselwirkungen besser zu erkennen. Es rückt nicht die Einzelmaßnahme in den Fokus, sondern das Zusammenspiel.

Wenn Sie beispielsweise eine Entscheidung treffen, fragt die Kybernetik: Welche Rückwirkungen erzeugt diese Entscheidung auf anderen Ebenen: im Team, bei Stakeholdern, in der Kultur? Und wie wirkt das wiederum zurück auf Sie? Es geht darum, wirksame Stellschrauben zu identifizieren und sich dabei selbst als Teil des Systems mitzudenken.

Ist ein Coaching eher ein analytischer oder ein emotionaler Prozess?

Beides ist untrennbar verbunden. Systemisches Coaching ist kein reines Kopfarbeiten, aber es bleibt sprachlich orientiert. Im Coaching schauen wir auf die Emotion in Bezug auf den Kontext. Warum löst gerade diese Situation Spannung aus? Was wird hier bedroht? Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit, Einfluss?

Wir arbeiten mit diesen Signalen, aber immer mit dem Ziel, wieder Orientierung im Denken und Handeln zu gewinnen.

Was ich unter Business Coaching verstehe

Ich arbeite nicht mit Rezepten, sondern mit Hypothesen. Ich liefere keine vorgefertigten Lösungen, sondern begleite den Denkprozess, in dem diese entstehen können. Gleichzeitig bringe ich meine Erfahrung und fachliche Expertise ein, wenn es sinnvoll ist. Wenn ich einen konkreten Ratschlag gebe, mache ich das transparent: als Impuls, nicht als Vorgabe. Als Vorschlag zur Prüfung, nicht als Anleitung zur Umsetzung.

Mein Hintergrund in Organisationsentwicklung, Systemtheorie und Führungsarbeit erlaubt es mir, strukturelle Dynamiken sehr schnell zu erkennen. Das befähigt mich, mit Ihnen an den Stellen zu arbeiten, an denen Führung oft ins Stocken gerät: dort, wo Rollen verschwimmen, wo Unsicherheit entsteht oder wo eine Organisation sich widersprüchlich verhält.

Ich verstehe meine Rolle nicht als Expertin im klassischen Sinn, sondern als strukturierte Sparringspartnerin. Mein Ziel ist es, Klarheit zu ermöglichen und Wirksamkeit zu stärken.

Wie lässt sich Coaching in einen vollen Führungsalltag integrieren?

Gerade dann, wenn der Kalender eng getaktet ist und die Themen drängen, ist Coaching besonders hilfreich. Einfach, weil es entlastet. Führungsarbeit bindet Aufmerksamkeiten an Konflikte, nicht geklärte Erwartungen, unklare Verantwortlichkeiten. Das erzeugt Druck, operativ und inhaltlich.

Coaching unterbricht diese Dynamik für einen Moment. Eine Stunde im strukturierten, professionellen Gespräch schafft Übersicht: Worum geht es hier eigentlich? Was ist mein Anteil? Was gehört wohin? Sie müssen dafür nichts vorbereiten, keine Agenda mitbringen, kein Thema „fertig“ haben. Oft reicht ein einziger Einstiegssatz, und der Rest ergibt sich aus dem Prozess.

Viele meiner Klientinnen und Klienten nutzen Coaching als feste Reflexionszeit im Monat. Gerne bei einem gemeinsamen Spaziergang im Wald oder per Videocall.

Coaching wird Teil der Führungsroutine, weil es Wirkung zeigt: Entscheidungen werden klarer, Prioritäten bewusster gesetzt, innere Spannungen greifbarer. Wer sich regelmäßig diesen Denkraum nimmt, spart langfristig Energie und handelt in stressigen Phasen mit mehr Übersicht.

Ich habe kein wirkliches Problem, nur insgesamt ein Störrgefühl was meine berufliche Situation betrifft. Sollte ich jetzt schon mit dem Coaching starten?

Unbedingt. Viele der wirksamsten Coachings beginnen mit einem Unbehagen, das noch keine Sprache hat. Genau hier setzt meine Arbeit an. Ich helfe, das Unklare sichtbar zu machen, ohne es vorschnell zu deuten.

Manchmal ist der wichtigste Schritt im Coaching die Erkenntnis, dass ein Thema nicht „gelöst“ werden muss, sondern anders verstanden. Wer bereit ist, sich auf diese Art der gemeinsamen Reflexion einzulassen, findet neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.

Was, wenn mein Thema gar nicht „Coaching-würdig“ erscheint?

Viele meiner Klient:innen zögern, ein Coaching in Anspruch zu nehmen, weil sie glauben, ihr Thema sei „zu klein“ oder „nicht relevant genug“. Tatsächlich sind es oft gerade diese leisen, wiederkehrenden Irritationen, die auf etwas Tieferes hinweisen. Ein Gefühl, übergangen worden zu sein. Ein Kommentar, der nachhallt. Eine Entscheidung, die einfach nicht klar werden will.

Coaching beginnt dort, wo das Denken ins Stocken gerät Auch wenn (noch) keine „große“ Frage formuliert ist, lohnt sich das Hinschauen.

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Business Coaching mit Alexandra Götze. Kein aufgesetztes Bla Bla. Einfach gute Gespräche und das Gefühl, im Denken endlich weitergekommen zu sein.

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